Vorlage: Nachfrage nach ausgebliebener Bewerberin

Senden Sie die Nachfrage innerhalb eines Arbeitstages. Halten Sie den Ton neutral – bieten Sie Umplanung an, falls Umstände sich geändert haben, setzen aber eine Deadline. Dokumentieren Sie den Vorfall in Ihrer Recruiting-Akte.

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Eine Bewerberin, die ohne Meldung nicht zum Interview erscheint, stört Ihren Zeitplan und schafft Unsicherheit. Eine prompte, sachliche Nachfrage schützt Ihre Recruiting-Timeline und wirkt professionell.

Versenden Sie diese E-Mail innerhalb von 24 Stunden nach dem versäumten Termin. Kurz und faktisch halten. Sie müssen keine zweite Chance geben – tun Sie es aber kurz, signalisiert das Fairness und gibt Ihnen eine klare Dokumentation.

Die Email-Vorlage

Kopieren und versenden Sie den Text unten. Ersetzen Sie [DATUM/UHR], [STELLE], [NAME] und [FRIST] durch Ihre Angaben. Ändern Sie den Ton nur, wenn Ihre Unternehmenskultur deutlich abweicht – er sollte direkt bleiben.

Versenden Sie von Ihrer offiziellen Mailadresse. Nutzen Sie das bevorzugte Kontaktmedium der Bewerberin aus ihrer Bewerbung. Speichern Sie eine Kopie in Ihrer Recruiting-Akte.

Email-Text (kopierbereit)

Betreff: Re: Vorstellungsgespräch [STELLE] – [DATUM/UHR]

Sehr geehrte Frau [NAME], zu Ihrem vereinbarten Termin am [DATUM] um [UHR] für die Stelle [STELLE] sind Sie nicht erschienen. Wir haben bis [UHR] gewartet und nichts von Ihnen gehört. Sollten Umstände Ihr Erscheinen verhindert haben, teilen Sie uns dies bitte bis [DATUM – typischerweise 3 Arbeitstage] mit. Wir sind offen für einen neuen Termin, sofern ein triftiger Grund besteht. Andernfalls schliessen wir Ihre Bewerbung ab. Freundliche Grüsse, [IHR NAME] [UNTERNEHMEN] [TELEFON/EMAIL]

  • Passen Sie [DATUM] und [UHR] an Ihren Kalender an.
  • Nennen Sie eine klare Frist – typischerweise 3 Arbeitstage – für die Antwort.
  • Verwenden Sie die formale Anrede (Sie). Keine Ausreden oder Wärme nötig.
  • Spekulieren oder beschuldigen Sie nicht.
  • Archivieren Sie diese Email und etwaige Antwort in Ihrem Recruiting-Ordner.

Was kommt danach

Antwortet sie mit triftigem Grund (Krankheit, Notfall, Missverständnis von Zeit/Ort) und Sie möchten weitermachen, bieten Sie einen neuen Termin an. Setzen Sie klare Erwartungen: weitere No-Shows beenden das Verfahren.

Antwortet sie nicht bis zur Frist, schliessen Sie die Akte. Kein weiterer Kontakt nötig. Dokumentieren Sie den No-Show in Ihren Unterlagen – das ist Standard und hilft, wenn später Fragen aufkommen.

  • Ein Uplanungstermin ist angemessen; ein zweiter No-Show beendet typischerweise die Überlegung.
  • Wer verschwindet, zeigt tiefe Professionalität – vertrauen Sie Ihrem Instinkt.
  • Bei Weiterführung: bestätigen Sie Details 24 h vorher telefonisch oder per SMS.
  • Speichern Sie alle Mails und Notizen; sie gehören zur Recruiting-Dokumentation.
  • Löschen Sie Bewerberdaten nicht, bis das Schweizer Datenschutzrecht das erlaubt (typisch 6–12 Monate).
  • War die Bewerberin über ein Büro vermittelt, benachrichtigen Sie auch dieses.

Häufige Fragen

Muss ich eine zweite Chance geben?
Nein. Ein No-Show ist unprofessionell. Schweizer Norm ist aber, kurz nachzufassen – das kostet wenig und wirkt fair, falls später Fragen kommen. Erklärt sie sich nicht bis Tag 3, schliessen Sie die Akte.
Soll ich erwähnen – Lohn, Pensum, Ort?
Nein. Das ist nur eine Nachfrage-Email. Erklärt sie sich und Sie stimmen Umplanung zu, versenden Sie eine frische Einladung mit Logistik (Datum, Uhr, Pensum, Ort oder Video-Link).
Was, wenn sie sagt, sie habe die Einladung nie bekommen?
Überprüfen Sie Sent-Ordner und ATS-Beweis. Haben Sie zur angegebenen Adresse versendet, haben Sie Ihre Pflicht getan. Akzeptieren Sie diese Erklärung einmal; passiert es erneut, schliessen Sie.

Allgemeine Informationen für Schweizer Arbeitgeber, keine Rechtsberatung. Lassen Sie alles mit rechtlichen Folgen von einer Juristin prüfen.

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