Brückentage

Brückentage sind reguläre Arbeitstage zwischen einem Feiertag und einem Wochenende—beispielsweise ein Freitag vor einem Feiertag am Montag. In der Schweiz müssen Sie diese als bezahlte Freizeit nicht gewähren, doch viele Arbeitgeber tun dies als Vorteil oder weil der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) dies vorsieht. Die Entscheidung liegt bei Ihnen, wobei lokale Praxis in Ihrem Kanton relevant ist.

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Ein Brückentag ist ein Arbeitstag zwischen einem Feiertag und einem Wochenende—etwa ein Freitag, wenn am Montag ein Feiertag folgt. Der Begriff gilt schweizweit, doch die genauen Daten verschieben sich kantonweise, da manche Feiertage regional unterschiedlich sind.

Ob Sie Brückentage als bezahlte Freizeit gewähren, liegt in Ihrer Hand. Das Schweizer Bundesrecht (ArG) schreibt dies nicht vor. Allerdings kann Ihr branchenspezifischer Gesamtarbeitsvertrag (GAV) dies vorsehen, und lokale Praktiken in Ihrem Kanton beeinflussen oft, was Kandidaten erwarten.

Wann Brückentage relevant werden

Brückentage tauchen in Planungsgesprächen auf—typischerweise im Januar, wenn Mitarbeitende nach Zeit off um Ostern, Pfingsten oder Weihnachten fragen. Sie werden relevant, wenn Sie einen Arbeitsvertrag formulieren oder Ihre Jahresfreizeit-Richtlinie festlegen.

Der Feiertagskalender Ihres Kantons bestimmt, welche Tage als Brückentage gelten. In Zürich, Bern oder Waadt sind die Daten unterschiedlich. Überprüfen Sie die Website Ihrer kantonalen Arbeitsbehörde, um die offiziellen Feiertage in Ihrer Region zu bestätigen.

  • Feiertage variieren kantonal—manche begehen Berchtold (2. Jan.), andere nicht
  • Brückentage häufen sich typisch um Ostern, Pfingsten und Weihnachten/Neujahr
  • Ferienplanung oder Vier-Tage-Wochen-Wünsche führen oft zu Brückentag-Diskussionen
  • Remote-Arbeit beeinflusst, ob Brückentage für Ihr Team notwendig wirken
  • Fusionen oder Neueinstellungen sind gute Momente, um die Brückentag-Regel schriftlich festzuhalten

Ihre rechtliche Position und Pflichten

Das Obligationenrecht (ArG) garantiert 4 Wochen bezahlte Freizeit pro Jahr (mindestens 20 Tage). Brückentage sind darin nicht enthalten. Sie dürfen sie gewähren oder verweigern, es sei denn, Ihr GAV schreibt etwas anderes vor—überprüfen Sie Ihre Branchenvereinbarung sorgfältig.

Falls Ihr GAV Brückentage verpflichtend macht, müssen Sie sich daran halten. Sollte der GAV schweigen, liegt die Entscheidung bei Ihnen. Teilen Sie Ihre Entscheidung klar und schriftlich bei Einstellung oder im Personalhandbuch mit, um Missverständnisse zu vermeiden.

  • Das ArG legt die Mindestfreizeit auf 20 Tage fest—Brückentage gehen darüber hinaus
  • Prüfen Sie Ihren GAV, ob er Brückentage oder Kompensation (Ausgleich) regelt
  • Halten Sie Ihre Brückentag-Regel im Arbeitsvertrag oder Personalhandbuch fest, nicht in Chats
  • Unterschiedliche Behandlung von Mitarbeitenden führt zu Unmut und Streitereien
  • Teilzeitbeschäftigte (z. B. 80% Pensum) erhalten anteilmässige Brückentage, falls Sie diese gewähren
  • Dokumentieren Sie Änderungen an Ihrer Richtlinie für Transparenz und Nachvollziehbarkeit

Der häufigste Fehler

Viele KMU-Gründer bewilligen Brückentage informell—ein rasches Ja zu einer Person im März—und lehnen die nächste Anfrage ab. Diese Inkonsistenz schädigt die Mitarbeitendenzufriedenheit und führt zu Vertragsdisputen.

Die Lösung ist einfach: Entscheiden Sie sich einmal, dokumentieren Sie es, und wenden Sie es einheitlich an. Wenn Sie Brückentage gewähren möchten, listen Sie sie auf oder definieren Sie die Regel klar. Falls nicht, teilen Sie das transparent mit, um false expectations zu vermeiden.

  • Informelle Ja-oder-Nein-Entscheidungen führen zu Unmut und Ungleichbehandlungs-Vorwürfen
  • Mitarbeitende erinnern sich an mündliche Zusagen—schriftliche Richtlinien schützen beide Seiten
  • Eine Politikänderung während des Jahres wirkt wie Favoritismus
  • Teilzeitbeschäftigte benötigen gleiche Klarheit: Wenn Sie Brückentage gewähren, reduzieren Sie ihr Pensum anteilmässig
  • Eine kurze HR-Notiz bei Einstellung spart später Erklärungen
  • Schweizer Gerichte erwarten von Arbeitgebenden einheitliche Anwendung von Bedingungen

Häufige Fragen

Müssen wir Brückentage in der Schweiz gewähren?
Nein. Das Schweizer Bundesrecht (ArG) schreibt Brückentage nicht vor. Sie müssen 20 Tage Freizeit pro Jahr bieten—Brückentage sind optional, es sei denn, Ihr GAV schreibt sie vor. Überprüfen Sie Ihre Branchenvereinbarung und treffen Sie dann Ihre eigene Entscheidung.
Wie funktionieren Brückentage bei Teilzeitbeschäftigten mit 60% Pensum?
Falls Sie Brückentage gewähren, erhält eine 60%-Mitarbeiterin 60% dieses Vorteils. Wenn ein 100%-Mitarbeitender einen bezahlten Brückentag erhält, bekommt die 60%-Person 0,6 Tage oder reduzierte Stunden. Wenden Sie die gleiche Regel konsequent an.
Welcher Brückentag-Zeitraum ist in der Schweiz am häufigsten?
Die Osterwoche (Karfreitag bis Ostermontag) und Pfingstmontag sind am verbreitetsten. Auch Weihnachten bis Neujahr erzeugt Brückentage. Die genauen Daten verschieben sich jährlich. Überprüfen Sie den Feiertagskalender Ihres Kantons im Voraus.

Allgemeine Informationen für Schweizer Arbeitgeber, keine Rechtsberatung. Lassen Sie alles mit rechtlichen Folgen von einer Juristin prüfen.

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